Wir kennen ihn wahrscheinlich alle aus dem Film „Mit Herz und Hand“ in dem Anthony Hopkins die Rolle von Burt Munro spielt. Aber hinter dem Namen steht eine viel längere Motorsport-Geschichte.

Herbert James „Burt“ Munro wurde 1899 in Neuseeland geboren. Mit 21 Jahren kaufte er sich eine Indian Scout und nahm mit ihr 20 Jahre lang an Bergrennen und anderen Motorrad-Wettbewerben teil.

Erfolgreich war er aber nur mit Geschwindigkeitsrekorden, wie zum Beispiel bei dem Open Road Rennen in Neuseeland im Jahre 1940, bei dem er den Rekord mit 194,4 Stundenkilometern brach.

1948 entschied er, sich auf die Rekordjagd zu konzentrieren, und kündigte seinen Job. Die Indian baute er für die Aufgabe um. Er entwickelte einen neuen Zylinderkopf, der jetzt mit hängenden Ventilen arbeitete, und baute in fünf Jahren eine Aluminiumverkleidung für das Motorrad. Sie stellte sich als zu eng heraus, worauf er sie als Form für eine neue Fiberglas-Verkleidung benutzte.

Munro verschiffte die Munro Special 6 mal nach Amerika, um auf dem ausgetrockneten Salzsee in Bonneville den Geschwindigkeitsrekord zu brechen. 1962 stellte er den Rekord für Motorräder mit 850 Kubikzentimetern auf, als er die Strecke zweimal mit 288 Kilometern in der Stunde abfuhr. Erst 1967, nachdem er den Motor der Indian vergrößerte, gelang ihm im Alter von 68 Jahren ein neuer Rekord. In der Klasse unter 1.000 Kubikzentimetern fuhr er die Strecke zweimal mit 295,33 Stundenkilometern ab. Er war enttäuscht, da er in einem inoffiziellen Versuch die Geschwindigkeit von 321 Stundenkilometern erreicht hatte. Mit der 49 Jahre alten Indian absolvierte er dann 1969 innerhalb von vier Tagen noch einmal vierzehn erfolglose Rekordversuche.

36 Jahre nach seinem Tod bekam Munro noch einen neuen Rekord zugesprochen. Seinem Sohn war aufgefallen, dass die Geschwindigkeit vor 50 Jahren falsch berechnet worden war. Ihm wurde daraufhin ein neuer Geschwindigkeitsrekord von 296,453 Kilometern in der Stunde zugesprochen, Der Rekord ist bis heute gültig.