Die Ikone der Motorradgeschichte wurde von 1965 bis 1972 von der englischen Firma Birmingham Small Arms gebaut.

BSA war eine Vereinigung von Werkstätten, die kleine Waffen bauten und später auch Motorräder, Fahrräder, Autos und Busse. 1906 entschied sich das Unternehmen, auch Motorräder herzustellen. Der erste Prototyp wurde 1910 auf der Show der Olympischen Spiele vorgestellt und 1911 konnten die ersten Motorräder an die Kunden ausgeliefert werden. Im ersten Jahr war die Produktion kurz nach Auslieferung schon ausverkauft.

Die BSA Lightning wurde 1965 vorgestellt und war als universelles Sport-Motorrad entwickelt worden. Das Unternehmen wollte mit ihr in erster Linie den amerikanischen Markt bedienen. Der Motor war für damalige Zeiten sehr zuverlässig und leise. BSA verzichtete auf eine hohe Geschwindigkeit, um die Maschine im mittleren Bereich besser fahren zu können. Trotzdem erreichte der 650 Kubikzentimeter-Motor noch eine Geschwindigkeit von 170 Stundenkilometern.

Der neue Motor sollte auch effektiver Ölverluste vermeiden und bekam aus Sicherheitsgründen eine Öldruck-Warnanzeige. Diese neigte aber dazu, nicht zu funktionieren, sodass die Benutzer lernten, sie zu ignorieren. Auch das Getriebe wurde überholt, sodass das Motorrad besser beschleunigen konnte, besonders bei hohen Drehzahlen. Trotzdem hatte das Motorrad bei Drehzahlen über 5000 Umdrehungen pro Minute Probleme mit der Vibration. Bei 6200 Umdrehungen pro Minute waren die Vibrationen teilweise so groß, dass der Faden der Glühlampe im Scheinwerfer brach.

Die Lightning war die Weiterentwicklung der A65 und wurde technisch in vielen Bereichen verbessert. 1973 wurden sogar 201 Modelle mit einem 750 Kubikzentimeter-Motor entwickelt, um die Motorräder für die amerikanische Rennserie anzupassen.

1972 geriet BSA in finanzielle Schwierigkeiten. Sie versuchten, das Unternehmen zu retten, indem sie für das Motorrad einen neuen Rahmen entwarfen, der aber dann bei den Tests der amerikanischen Sicherheitsbehörde brach. 1973 wurde BSA endgültig geschlossen.